Home Assistant kannst du so einstellen, dass sich bestimmte Komponenten von selbst aktualisieren. Bei Erweiterungen aus der Community sieht das anders aus: Die pflegst du selbst. Genau das vergisst man gern. Mir geht es da nicht besser, im Video sieht man, wie viele Updates sich bei mir angesammelt hatten. Dieses kurze Video ist deshalb vor allem eins: eine Erinnerung. Seit Home Assistant 2026.11 steckt der Marketplace (früher HACS) fest in Home Assistant. Das Prinzip ist gleich geblieben, im Video siehst du aber noch die alte HACS-Oberfläche.
Warum HACS-Updates nicht von allein passieren
Seit Home Assistant 2026.11 bekommt jede Erweiterung aus dem Marketplace eine eigene Update-Entität. Der Marketplace sucht nach neuen Versionen, einspielen musst du sie selbst. Bis du das tust, bleibt jede Erweiterung auf dem Stand der Installation. Eine Einstellung für automatische Updates gibt es dort nicht, der Marketplace hat überhaupt keine Optionen.
Das ist mehr als ein Schönheitsproblem. Die Erweiterungen werden für aktuelle Home-Assistant-Versionen entwickelt. Aktualisiert sich dein Home Assistant und deine Erweiterungen bleiben monatelang stehen, funktionieren sie irgendwann nicht mehr vernünftig. Auch Fehlerkorrekturen und sicherheitsrelevante Änderungen kommen nur über neue Versionen rein. Lass deine Erweiterungen also nicht verkümmern.
Updates finden und einspielen
Im Video schaue ich noch in die HACS-Übersicht. Seit Home Assistant 2026.11 öffnest du dafür Einstellungen → Marketplace. Den Punkt sehen nur Administratoren. Beim ersten Besuch bestätigst du den Hinweis Ich bin mir der Risiken bewusst und stimme zu, vorher lässt sich nichts installieren oder aktualisieren. Im Reiter Updates stehen die Erweiterungen mit neuer Version, daneben Installierte Version und Verfügbare Version. Im Video war das zum Beispiel 2.2.2 gegen 2.2.4. Solche Minor-Updates kannst du eigentlich immer gefahrlos einspielen, da sollten keine Breaking Changes dabei sein. Zumindest, wenn die Entwickler vernünftig gearbeitet haben.
Im Video stand unter den Versionsinfos das Changelog. Bei kleinen Sprüngen überfliege ich es nur, bei großen Versionssprüngen lohnt sich der genaue Blick: Steht dort etwas von Breaking Changes, weißt du vor dem Klick, was auf dich zukommt. Nicht erst, wenn das Dashboard streikt.
Übrigens hat sich hier seit der Aufnahme des Videos etwas verbessert: Schon seit HACS 2.0 tauchten die Updates auch in der normalen Update-Übersicht auf. Seit Home Assistant 2026.11 kommen sie aus dem Marketplace und stehen in der Update-Übersicht wie jedes andere Update von Home Assistant. Du musst also nicht mal mehr aktiv im Marketplace nachschauen, übersehen kannst du sie damit kaum noch.
Browser-Cache, Neustart und die richtige Reihenfolge
Nach dem Update kommt der Teil, an dem die meisten Fragen entstehen. Was danach zu tun ist, hängt vom Typ der Erweiterung ab:
- Dashboard-Karten wie die Mushroom Cards (in HACS hieß die Kategorie noch Frontend) brauchen keinen Neustart. Es reicht, den Browser-Cache neu zu laden, dann sind die Änderungen sichtbar.
- Integrationen brauchen einen Neustart von Home Assistant, vorher läuft der neue Code nicht. Seit 2026.11 erinnert dich eine Reparaturmeldung Neustart für … erforderlich daran, mit dem Knopf Neu starten erledigst du das direkt.
Mein Tipp für die Reihenfolge: Erst alle anstehenden Updates durchklicken und das Neuladen des Caches zwischendurch einfach weglassen. Am Ende startest du Home Assistant einmal neu, das erledigt alles auf einen Schlag. So habe ich es im Video auch gemacht, von der Tabbed Card bis zur Mushroom Card, bei der ich gleich zwei Versionen übersprungen hatte.
Kleine Randnotiz aus der Aufnahme: Mittendrin fuhr meine Jalousie runter, weil es draußen dunkel wurde. Das Smart Home fragt eben nicht, ob gerade ein Video entsteht.
Wie oft solltest du nachschauen?
Täglich musst du da nicht rein, das wäre übertrieben. Ein paar übersprungene Versionen sind auch kein Drama, wie du an meinem Beispiel siehst. Mein Rhythmus: regelmäßig alle paar Wochen. Dazu auf jeden Fall ein Blick nach jedem größeren Home-Assistant-Update, weil genau dann alte Erweiterungen am ehesten Probleme machen.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, leg vor einem Schwung Updates ein Backup an. Wie das geht, steht im Backup-Guide. Und welche Erweiterungen sich das Aktualisieren überhaupt lohnen: Meine Favoriten zeige ich dir im Video zu den besten HACS-Erweiterungen.
Häufige Fragen
Aktualisieren sich HACS-Erweiterungen automatisch?
Nein. Seit Home Assistant 2026.11 kommen die Updates aus dem Marketplace, eine Einstellung für automatische Updates hat er nicht. Jede Erweiterung hat dort eine eigene Update-Entität, das Update stößt du selbst an. Bis du das tust, bleibt sie auf dem Stand der Installation.
Warum sehe ich nach dem Update keine Änderung?
Bei Karten und Themes hängt fast immer der Browser-Cache. Am PC hilft hartes Neuladen mit Strg+F5, in der Companion App setzt du den Frontend-Cache zurück. Bei Integrationen fehlt dagegen meist der Neustart von Home Assistant.
Kann ein HACS-Update etwas kaputt machen?
Selten, aber möglich, vor allem bei großen Versionssprüngen mit Breaking Changes. Wirf vorher einen Blick ins Changelog und leg bei wichtigen Erweiterungen ein Backup an. Minor-Updates innerhalb derselben Hauptversion sind in der Praxis unkritisch.
Was passiert, wenn ich Updates lange ignoriere?
Erstmal nichts, die Erweiterungen laufen weiter. Kritisch wird es nach Home-Assistant-Updates: Veraltete Erweiterungen sind dann die häufigste Ursache für kaputte Dashboards und Fehlermeldungen im Log. Wenn es soweit ist, hilft der Troubleshooting-Guide bei der Fehlersuche.
