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Home Assistant 2026.10: Neuerungen und Breaking Changes

Home Assistant 2026.10 ist da und bringt einiges mit: eine eigene KI-Seite mit MCP-Server, SolarEdge Modbus als offizielle Integration, Voreinstellungen für Timer und eine überarbeitete Kartenansicht. Was mich persönlich etwas mehr interessiert als die neuen Features, sind die Breaking Changes, denn ein paar davon können Automationen lahmlegen, die bisher einfach still und leise gelaufen sind. Deswegen stehen die Punkte mit Nebenwirkungen in dieser Guide vorn. Du prüfst erst, ob du betroffen bist, und schaust dir dann die Neuerungen an. Alle Details, die ich hier nicht behandle, findest du in den offiziellen Release Notes.

Was du brauchst

Für die meisten Schritte reicht Home Assistant 2026.10 oder neuer. Während der Beta-Phase genügt 2026.10.0b0. Für Schritt 12 brauchst du außerdem einen SolarEdge-Wechselrichter mit freigeschaltetem Modbus TCP. Alles andere kannst du ohne Zusatzgeräte nachmachen.

Und bevor du die Beta einspielst: erstell vorher ein Backup. Unter Einstellungen → System → Backups klickst du auf Backup jetzt erstellen und wählst Manuelles Backup. Warte, bis der neue Eintrag in der Liste erscheint. Betreibst du Home Assistant als VM unter Proxmox, schau dir zusätzlich den CPU-Typ der VM an. Mit kvm64 blieb die Oberfläche in den 2026.9-Betas beim Laden hängen. Stell ihn auf x86-64-v2-AES oder host um und starte die VM neu.

Schritt 1: Suchen, ob dich die Breaking Changes treffen

Bevor du das Update einspielst, lohnt sich eine einzige Suche über deine Konfigurationsdateien. Installiere dafür im App-Store die App Terminal & SSH und gib im Terminal folgenden Befehl ein:

bash
grep -rnEs "openai_conversation\.generate_(content|image)|modbus\.restart|camera\.(snapshot|record)|reload_config_entry" /config/*.yaml /config/packages /config/.storage/lovelace*

Jede Zeile in der Ausgabe nennt dir Datei und Zeilennummer einer Stelle, die du dir ansehen solltest. Kommt nichts zurück, betrifft dich dieser Teil nicht. Die Samsung-Änderung aus Schritt 3 findet die Suche übrigens nicht, sie trifft jeden, der einen Samsung-TV über Home Assistant einschaltet.

Neben dem, was die Suche findet, gibt es noch weitere Breaking Changes, die du manuell prüfen solltest:

BereichWas sich ändert
AnmeldungBenutzernamen gelten immer klein geschrieben und ohne Leerzeichen am Anfang oder Ende. Zeigt dir Home Assistant einen Reparaturhinweis, pass den Benutzernamen an.
MQTTmqtt.publish und mqtt.dump brauchen ein Administratorkonto, wenn jemand sie selbst startet, etwa über einen Dashboard-Knopf. Automationen, die von selbst auslösen, laufen weiter.
Synology DSMDasselbe gilt für synology_dsm.reboot und synology_dsm.shutdown.
Bedingung „Zustand"for: zusammen mit einem Attribut, einer Liste von Zuständen oder dem Zustand einer anderen Entität ist jetzt ein Konfigurationsfehler.
Proxmox VEDie Betriebszeit ist jetzt ein Zeitpunkt statt einer Zahl in Sekunden.
Telegram BotEin directory_path bei telegram_bot.download_file muss in allowlist_external_dirs stehen.

Dazu kommen Änderungen an einzelnen Integrationen wie easyEnergy, EnergyZero, Teslemetry, Sofar und Mealie.

Schritt 2: OpenAI Conversation-Aktionen wurden ersetzt

Die Aktionen openai_conversation.generate_content und openai_conversation.generate_image sind weg. Sie waren seit 2026.3 als veraltet markiert und wurden jetzt endgültig entfernt. An ihre Stelle treten die allgemeinen Aktionen der Integration AI Task:

VorherJetztAnzeigename
openai_conversation.generate_contentai_task.generate_dataDaten generieren
openai_conversation.generate_imageai_task.generate_imageBild generieren

So stellst du eine Automation um: Öffne die Automation und die Aktion, die openai_conversation.generate_content aufruft. Wähle stattdessen die Aktion Daten generieren, trage Task-Name und Anweisungen ein und wähle als Entitäts-ID die KI-Aufgabe von OpenAI. Die Entität beginnt mit ai_task. und findest du unter Einstellungen → Werkzeuge → Zustände.

yaml
1action: ai_task.generate_data
2data:
3  task_name: Wetter-Zusammenfassung
4  instructions: "Fasse das Wetter von heute in einem Satz zusammen."
5  entity_id: ai_task.DEINE_KI_AUFGABE
6response_variable: antwort

Mit response_variable: antwort speicherst du die Antwort, danach steht der Text in {{ antwort.data }}. Ob es funktioniert, siehst du, wenn du die Automation speicherst und im Drei-Punkte-Menü Aktionen ausführen wählst. Unter Traces steht die Antwort dann im Feld data.

Schritt 3: Samsung TV braucht jetzt eine eigene Automation

Bisher hat Home Assistant einen ausgeschalteten Samsung-TV selbst über seine MAC-Adresse geweckt. Das macht es nicht mehr. Den Knopf zum Einschalten gibt es jetzt nur noch, wenn eine Automation mit dem Auslöser Sobald das Gerät zum Einschalten aufgefordert wird für dieses Gerät existiert.

Leg unter Einstellungen → Automationen & Szenen eine neue Automation an. Als Auslöser wählst du Gerät und dein TV-Gerät, als Typ Sobald das Gerät zum Einschalten aufgefordert wird. Die Aktion ist Magic Packet senden aus der Integration Wake on LAN.

yaml
1alias: Samsung TV einschalten
2triggers:
3  - trigger: device
4    domain: samsungtv
5    type: samsungtv.turn_on
6    device_id: DEINE_GERAETE_ID
7actions:
8  - action: wake_on_lan.send_magic_packet
9    data:
10      mac: "AA:BB:CC:DD:EE:FF"

Die Geräte-ID setzt der Editor für dich ein, wenn du den Auslöser über die Oberfläche anlegst. Am TV muss außerdem Mit Mobilgerät einschalten an sein, zu finden unter Netzwerk → Experteneinstellungen.

Schritt 4: Kamera-Dateiname ohne entity_id

In camera.snapshot und camera.record konntest du im Dateinamen {{ entity_id }} schreiben. Diese Variable gibt es nicht mehr. Schreibst du sie noch in einen Dateinamen, bekommst du einen Fehler oder einen falschen Namen.

Vorher:

yaml
action: camera.snapshot
target:
  entity_id: camera.einfahrt
data:
  filename: "/config/www/tmp/{{ entity_id }}.jpg"

Jetzt schreibst du den Namen aus, oder du legst die Variable selbst an:

yaml
1actions:
2  - variables:
3      kamera: einfahrt
4  - action: camera.snapshot
5    target:
6      entity_id: "camera.{{ kamera }}"
7    data:
8      filename: "/config/www/tmp/{{ kamera }}.jpg"

Der Zielordner muss weiterhin in allowlist_external_dirs stehen, daran ändert sich nichts.

Schritt 5: modbus.restart ist weg

Die Aktion modbus.restart gibt es nicht mehr. Bestehen bleiben modbus.reload, modbus.stop, modbus.write_coil und modbus.write_register. Hast du modbus.restart in einer Automation, ersetze ihn durch modbus.reload, wenn du die Modbus-Konfiguration neu laden willst.

Neu dazu gekommen ist eine eigene Seite Modbus unter Einstellungen → Konnektivität → Modbus. Sie listet jede Verbindung mit Transport (TCP, UDP oder Seriell), den Einheiten darauf und dem Status Verbunden oder Nicht verbunden. Integrationen teilen sich dabei eine Verbindung zum selben Gerät. Eine Verbindung aus deiner YAML-Konfiguration baut dagegen ihre eigene auf und trägt den Hinweis In YAML konfiguriert.

Schritt 6: Anmeldeversuche und IP-Sperre

Ist eine Schwelle gesetzt und meldet sich ein Gerät mit einem alten Token zu oft falsch an, sperrt Home Assistant jetzt automatisch dessen IP-Adresse. Ab Werk ist keine Schwelle gesetzt.

Unter Einstellungen → System → Netzwerk → HTTP-Server → IP-Sperre kannst du das einstellen. IP-Sperre aktivieren schaltet die automatische Sperre ein. Das Feld Anmeldeversuche bis Sperre akzeptiert jetzt Werte von 1 bis 1000. Früher stand -1 für „nie sperren", das geht jetzt nicht mehr. Den gleichen Effekt erreichst du mit dem neuen Schalter Unbegrenzte Anmeldeversuche.

Gesperrte Adressen laufen nicht automatisch ab. Zum Aufheben löschst du die Adresse in der Datei ip_bans.yaml in deinem Konfigurationsverzeichnis und startest Home Assistant neu.

Schritt 7: Neue Auslöser und Bedingungen

Die neuen zweckbasierten Auslöser haben zwei gemeinsame Felder. Bei Auslösen, sobald wählst du, ob jede Entität für sich auslöst (Jedes), schon die erste (Erstes) oder erst die letzte, wenn also alle so weit sind (Alle). Für mindestens legt fest, wie lange der Zustand anhalten muss. Bei Bedingungen heißt das erste Feld Bedingung erfüllt, wenn, mit den Optionen Beliebiges oder Alle.

Rasenmäher im Leerlauf. Neu sind ein Auslöser und eine Bedingung, beide heißen Rasenmäher im Leerlauf. Nützlich ist das, wenn der Mäher unterwegs stehen bleibt:

yaml
1alias: Mäher steht zu lange
2triggers:
3  - trigger: lawn_mower.became_idle
4    target:
5      entity_id: lawn_mower.DEIN_MAEHER
6    options:
7      behavior: each
8      for:
9        minutes: 5
10actions:
11  - action: persistent_notification.create
12    data:
13      title: Mäher steht
14      message: "Der Mäher steht seit fünf Minuten im Leerlauf."

Die neue Aktion Rasenmäher stoppen (lawn_mower.stop) gibt es nur für Mäher, die das Anhalten unterstützen. In dieser Version kann das unter den Mäher-Integrationen nur MQTT.

Z-Wave JS. Neu im Editor sind drei Bedingungen und zwei Auslöser, die es in YAML schon gab: Z-Wave-JS-Ereignis empfangen, Z-Wave JS-Wert aktualisiert, Z-Wave JS-Konfigurationsparameter, Z-Wave-JS-Knotenstatus und Z-Wave-JS-Wert.

KNX. Neu im Editor ist der Auslöser KNX-Telegramm empfangen oder gesendet (knx.telegram) mit den Feldern Gruppenadressen, Eingehend, Ausgehend und Datenpunkttyp.

Schritt 8: Auslöser direkt auswählen statt IDs vergeben

Das ist eine der Neuerungen, die ich wahnsinnig praktisch finde. Wenn eine Automation mehrere Auslöser hat, konntest du bisher mit der Bedingung Ausgelöst durch prüfen, welcher ausgelöst hat. Das ging nur über manuell vergebene Auslöser-IDs, die du oben im Editor zuweisen musstest. Jetzt wählst du die Auslöser direkt aus.

Öffne eine Automation mit zwei oder mehr Auslösern. Bei einer Bedingung Ausgelöst durch trägt jeder Auslöser eine Nummer (1, 2, 3), die dir zeigt, welcher Auslöser in der Liste welcher ist. Du wählst einfach einen oder mehrere aus.

Haben mehrere Auslöser dieselbe ID, warnt der Editor und bietet Beheben an. Der Dialog Doppelte Auslöser-IDs beheben? vergibt eindeutige IDs und passt Bedingungen an. Templates fasst er nicht an: Fragt ein Template trigger.id direkt ab, trag die neue ID dort selbst ein.

In YAML bleibt die Bedingung condition: trigger mit id: unverändert. Wird ein Auslöser gelöscht, auf den sich eine Bedingung bezieht, zeigt der Editor Fehlender Auslöser an. In den Traces steht jetzt an jedem Schritt der Ablaufgrafik, was passiert ist: ausgeführt, nicht ausgeführt, bestanden oder fehlgeschlagen. Mit den Knöpfen Vorheriger verfolgter Knoten und Nächster verfolgter Knoten springst du von Schritt zu Schritt.

Schritt 9: Timer-Voreinstellungen einrichten

Timer bekommen Voreinstellungen, also feste Zeiten, die du mit einem Tipp startest. So legst du das an:

  1. Öffne Einstellungen → Geräte & Dienste → Helfer → Helfer erstellen und wähle Timer, zum Beispiel Küchentimer.
  2. Öffne den Timer und wähle im Drei-Punkte-Menü Voreinstellungen bearbeiten.
  3. Klicke auf Neue Voreinstellung hinzufügen, trage bei Dauer zum Beispiel 00:10:00 ein und speichere. Die Dauer muss mindestens eine Sekunde betragen.
  4. Wiederhole das für weitere Zeiten. Ein Tipp auf die Voreinstellung startet den Timer sofort mit dieser Zeit.

Im Drei-Punkte-Menü findest du außerdem Voreinstellungen kopieren in … (auf andere Timer) und Alle Voreinstellungen entfernen.

Auf dem Dashboard zeigst du die Voreinstellungen über die Kachel-Karte an. Im Bearbeitungsmodus öffnest du die Kachel-Karte des Timers und fügst unter Funktionen die Funktion Timer-Voreinstellungen hinzu. Bei Stil wählst du Knöpfe oder Dropdown-Menü. Dazu gibt es die Funktion Timer-Aktionen mit Starten, Pausieren, Abbrechen und Beenden. Die Funktion verwaltet keine Voreinstellungen selbst, sie nutzt die, die du im Dialog des Timers angelegt hast.

Schritt 10: Die KI-Seite und der MCP-Server

Unter Einstellungen → System → KI liegen jetzt alle KI-Einstellungen an einem Ort. Neu ist der Abschnitt für den MCP-Server. Über ihn können KI-Assistenten außerhalb von Home Assistant, etwa Claude Desktop, dein Zuhause abfragen und steuern.

Im Abschnitt Model Context Protocol siehst du, ob der Server aktiv ist. Aktivieren und Deaktivieren schalten ihn ein und aus. Beim Deaktivieren verlieren verbundene KI-Agenten den Zugriff. Unter Deine MCP-API steht die URL für deinen KI-Agenten in der Form http://homeassistant.local:8123/api/mcp.

Unter Konfigurieren findest du drei Optionen. Alle LLM-APIs verfügbar machen macht jede LLM-API verfügbar, auch später hinzugefügte, die einzeln gewählten APIs werden dann ignoriert. Home Assistant steuern wählt einzelne LLM-APIs aus, mindestens eine muss gewählt sein. Administratorkonto erforderlich schränkt den Endpunkt auf Administratorkonten ein.

Wenn du einen KI-Agenten anbindest, lass Alle LLM-APIs verfügbar machen ausgeschaltet und wähle nur die APIs, die er braucht. Das ist die vorsichtigere Einstellung.

Schritt 11: Gerätenamen für Entitäten

Ist eine Entität eigentlich das ganze Gerät, etwa die Kamera einer Türklingel, kann sie jetzt einfach den Namen des Geräts tragen. Sie heißt dann nicht mehr „Türklingel Kamera", sondern nur „Türklingel".

  1. Öffne eine Entität und über das Zahnrad oben rechts die Einstellungen.
  2. Schalte Gerätenamen verwenden ein. Das Namensfeld verschwindet, die Entität trägt jetzt den Gerätenamen. Mit Standardnamen wiederherstellen holst du den Namen zurück, den die Integration vergeben hat.
  3. Gerätenamen ändern führt direkt in die Geräteeinstellungen.

Eine Entität mit Gerätenamen liegt immer im Bereich ihres Geräts. Hat sie bisher einen eigenen Bereich, fragt der Dialog Den Bereich des Geräts verwenden? nach. Bleibt ein Widerspruch bestehen, legt Home Assistant unter Einstellungen → System → Reparaturen einen Hinweis an: Die Entität … hat einen Bereich, aber keinen eigenen Namen. Entferne dann den Bereich der Entität oder gib ihr einen Namen.

Wo du in einer Karte festlegst, woraus sich der angezeigte Name zusammensetzt, gibt es jetzt auch Übergeordnetes Gerät. Das hilft etwa bei einer Steckdosenleiste, deren einzelne Steckdosen eigene Geräte sind.

Schritt 12: SolarEdge Modbus als eigene Integration einrichten

Wenn du einen SolarEdge-Wechselrichter per Modbus bisher in YAML eingebunden hast, gibt es jetzt eine offizielle Integration dafür mit der höchsten Qualitätsstufe (Platin).

Voraussetzung am Wechselrichter: Modbus TCP muss in den Installateur-Einstellungen aktiviert sein. Standardport ist 1502, Geräte-ID ist 1.

  1. Öffne Einstellungen → Geräte & Dienste und klicke auf Integration hinzufügen.
  2. Suche SolarEdge und wähle SolarEdge Modbus. Zur Marke gehören jetzt zwei Integrationen.
  3. Wähle Netzwerk (Modbus TCP) oder Seriell (RS485).
  4. Trage bei Netzwerk den Host und den Port ein. Unter Weitere Optionen steht die Geräte-ID.
  5. Entdeckt Home Assistant den Wechselrichter selbst, erscheint stattdessen SolarEdge-Wechselrichter entdeckt und du bestätigst nur.

Die neue Integration liefert unter anderem DC-Leistung, DC-Spannung, Eingespeiste Energie, Bezogene Energie und den Status des Wechselrichters. Für Speicher kommen Speicher-Ladezustand, Nutzbare Kapazität und der Status dazu. Dazu gibt es Entitäten, die den Wechselrichter steuern, etwa Wirkleistungsbegrenzung, Backup-Reserve und Einspeisebegrenzung der Anlage. Die fasse nur an, wenn du weißt, was sie bewirken.

Zwei Punkte sind wichtig: Läuft die alte YAML-Anbindung weiter, greifen zwei Verbindungen gleichzeitig auf denselben Wechselrichter zu. Viele Modbus-Geräte akzeptieren nur eine Verbindung. Auf der Seite Modbus (Schritt 5) siehst du, welche Verbindungen offen sind. Schalte die alte Anbindung ab, bevor du die neue testest, und lösche sie erst, wenn die neuen Entitäten laufen. Bestehende Dashboards und Automationen verweisen außerdem auf deine alten Entitäten, die musst du einzeln umstellen.

Ob es funktioniert, siehst du, wenn du tagsüber die DC-Leistung mit der PV-Erzeugung in der SolarEdge-App vergleichst. Beide sollten ungefähr gleich verlaufen.

Schritt 13: ESPHome-Proxy einrichten

Öffnest du ein ESPHome-Gerät, das als Proxy taugt, führt ein Assistent durch die Funktionen, die es freischaltet. Er heißt Richte deinen ESPHome-Proxy ein und zeigt je nach Gerät mehrere Optionen. Der Bluetooth-Proxy erweitert die Bluetooth-Reichweite. Audio über Sendspin streamen macht den Lautsprecher mit Music Assistant zu einem synchronisierten Multiroom-Player. Wer einen Connect ZBT-2 oder ZWA-2 am USB-Anschluss betreibt, wählt Einen ZigBee- oder Z-Wave-Adapter anschließen. Für AV-Receiver und Mehrzonen-Verstärker ist Ein Gerät über serielle Schnittstelle steuern gedacht.

Mit Später schiebst du einen Punkt auf. Die Checkliste bleibt am Gerät stehen, bis jeder Punkt erledigt ist.

Schritt 14: Dashboard-Neuerungen

Die Dashboards bekommen mehrere Verbesserungen, die meisten findest du im Bearbeitungsmodus.

Kartenkarte. Die Kartenkarte zeigt neben der Karte eine Übersicht mit Personen, Geräte, Zonen und Aktivität, wenn sie in einer Ansicht vom Typ Panel (einzelne Karte) liegt. Unter Kartenstil wählst du Standard, Bunt, Natürlich, Gedämpft, Grau oder Toner. Jeder Stil hat eine helle und eine dunkle Version.

Kalender-Karte. Der Schalter Knopf „Termin hinzufügen" anzeigen blendet einen Knopf ein. Bei Stil wählst du In Kopfzeile, Unterhalb oder Schwebend, bei Größe Klein, Mittel oder Groß.

Energie-Sankey. Werte anzeigen schreibt die Verbrauchszahlen direkt an die Flüsse.

Kachel-Funktionen. Auswahloptionen und Soll-Luftfeuchtigkeit haben ein Feld Stil. Bei den Auswahloptionen wählst du Dropdown-Menü oder Knöpfe, bei der Luftfeuchtigkeit Knöpfe oder Schieberegler. Die Funktion Rasenmäher-Befehle hat eine Schaltfläche Stoppen, sie wirkt nur bei Mähern mit Stopp-Funktion.

Home-Übersicht. Sie zeigt einen Abschnitt Warnmeldungen und zählt aktive Alarme und Warnungen. Für die automatisch vorgeschlagenen Karten gibt es Maximale Anzahl an Karten (Standard 8), Immer einschließen, Von Vorschlägen ausschließen und Ausblenden, wenn leer.

Automatischer Abschnitt. Er füllt sich selbst mit den Entitäten, die du am häufigsten nutzt. Nützlich vor allem für mobile Dashboards, wo du schnell auf das zugreifen willst, was du gerade am meisten verwendest. Eingestellt wird er über die Reiter Konfiguration und Erscheinungsbild.

Sichtbarkeit. Bei den Bedingungen kommen Template, Sonne, Zone und Gerät dazu. Du kannst also jetzt z.B. sagen, dass eine Karte nur tagsüber sichtbar ist und nur dann, wenn sich eine bestimmte Person zu Hause befindet.

Schritt 15: Profil bearbeiten

Unter Profil gibt es jetzt Profil bearbeiten. Dort änderst du Name und Bild. Der Name wird auch für die Person verwendet, die mit deinem Benutzerkonto verknüpft ist. Ist deine Person in YAML konfiguriert, ändert sich nur der Benutzername, das Bild lässt sich dort nicht wechseln.

Schritt 16: Template-Thermostat, Verzögerung und neue Jinja-Funktion

Thermostat-Template. Du kannst ein Thermostat jetzt als Helfer bauen. Öffne Einstellungen → Geräte & Dienste → Helfer → Helfer erstellen → Template und wähle Klima. Pflicht ist HLK-Betriebsarten, also die Liste der erlaubten Modi, etwa {{ ['heat', 'off'] }}. Dazu kommen als Templates HLK-Betriebsart, Ist-Temperatur und Soll-Temperatur sowie die Temperatureinheit. Pflicht ist außerdem Aktionen bei Einstellen der HLK-Betriebsart mit der Variable hvac_mode. Bei Aktionen bei Einstellen der Temperatur bekommt die Aktion die Variable temperature:

yaml
- action: input_number.set_value
  target:
    entity_id: input_number.wohnzimmer_soll
  data:
    value: "{{ temperature }}"

Verzögerung bei Binärsensoren. Der Template-Binärsensor bekommt Verzögerung ein und Verzögerung aus. Bei Verzögerung ein muss das Template so lange ohne Unterbrechung zutreffen, bevor der Sensor auf on schaltet. Bei Verzögerung aus muss es so lange nicht mehr zutreffen, bevor er auf off schaltet.

Neue Jinja-Funktion timedelta_string. Sie macht aus einer Zeitspanne einen lesbaren Text. Probiere sie unter Einstellungen → Werkzeuge → Template:

jinja
{{ timedelta_string(now() - states.sun.sun.last_changed, 2) }}

Die Zahl am Ende legt fest, wie viele Einheiten im Text stehen, hier also höchstens zwei, etwa Stunden und Minuten. Der Text kommt auf Englisch, zum Beispiel 1 hour 5 minutes.

Neu sind außerdem die Energieeinheit Therm (thm) und die Druckeinheit Atmosphäre (atm).

Schritt 17: reload_config_entry bekommt eine ID statt eines Ziels

Die Aktion homeassistant.reload_config_entry bekommt jetzt die Konfigurationseintrag-ID statt eines Ziels wie einer Entität. Im Editor gibt es das Feld Ziel dafür nicht mehr. Steht in YAML noch ein Ziel, läuft die Aktion weiter, schreibt aber eine Warnung ins Protokoll. Ab 2027.4 geht das nicht mehr, stell es also rechtzeitig auf die ID des Eintrags um.

Neue Integrationen und weitere Änderungen

Zu den Neuerungen kommen 22 neue Einträge, darunter Axle Energy, Bitvis Power Hub, KACO Modbus, my-PV, Sunsynk, Theben Conexa Smart Meter Gateway, Threema, Zonneplan und natürlich SolarEdge Modbus. Dazu gibt es neue Infrarot-Integrationen für Gree, OSRAM und Persang. Die deutsche Oberfläche hat über 300 neue Texte bekommen, gut die Hälfte davon in den Einstellungen.

Ein paar weitere Änderungen, die dir auffallen werden: Bei Schließanlagen heißen die Beschriftungen jetzt Verriegeln und Entriegeln statt Abschließen und Aufschließen. Die Ventilator-Karte kann die Stufe als Drehzahl mit Zahl anzeigen. Bei Fehlermeldungen führt ein Hinweis in den Logs zum passenden Melde-Weg, also Frontend, Core oder die benutzerdefinierte Integration. Matter zeigt jetzt die Zahl der Offline-Geräte an. Tuya liest bei Wallboxen und Energiezählern deutlich mehr Werte aus, dazu kommen Leitungsschutzschalter. Midea kann jetzt Warmwasserbereiter. UniFi zeigt die Werte einer USV, UniFi Protect kennt den Funkschlüssel USL-FOB. Bei FRITZ!Box Smart Home gibst du jetzt eine URL statt eines Hosts an, dazu gibt es den Schalter SSL-Zertifikat überprüfen.

Entfernte Integrationen

Diese acht Integrationen gibt es nicht mehr: Dublin Bus, Etherscan, Orange and Rockland Utility, Melnor RainCloud, Sigfox, SolarEdge Local, Travis-CI und Zestimate. Nutzt du eine davon, lässt sie sich nach dem Update nicht mehr laden. solaredge_local wird durch keine eigene Nachfolgerin ersetzt. Nimm stattdessen SolarEdge Modbus aus Schritt 12 oder die Cloud-Integration SolarEdge.

Tipps & Troubleshooting

Nach dem Update lohnt sich ein Blick unter Einstellungen → System → Protokolle. Dort siehst du Fehler von Integrationen, die das Update nicht vertragen. Ein Hinweis in der Meldung zeigt, ob der Fehler aus Core, Frontend oder einer benutzerdefinierten Integration kommt.

Benutzerdefinierte Integrationen aus HACS: Home Assistant prüft Konfigurationen intern jetzt mit einer neuen Bibliothek. Für dich ändert sich dabei nichts sichtbar. Macht eine ältere Integration danach Probleme, steht der Fehler unter Protokolle.

Unter Einstellungen → System → Reparaturen stehen die Hinweise, die Home Assistant selbst erzeugt, zum Beispiel der zu den Gerätenamen aus Schritt 11. Klappt ein Schritt nicht, schreib mir im Forum oder auf Discord, welche Version du nutzt und was in den Protokollen steht.

Was ist für dich die interessanteste Neuerung in 2026.10? Und gibt es einen Breaking Change, der dir Automationen zerschossen hat?

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