HACS, der Home Assistant Community Store, bringt Integrationen, Karten und Themes in dein System, die es im offiziellen Add-on-Store nicht gibt. Im Video installiere ich HACS komplett über das SSH-Terminal, vom Add-on bis zur GitHub-Verknüpfung. Hier bekommst du den Weg zum Nachlesen, inklusive der Stellen, an denen sich seit der Aufnahme etwas getan hat.
Vorweg: Der einfachste Weg führt heute über ein Add-on
Das Video ist von 2024, und damals war das Terminal der Standardweg. Inzwischen gibt es das offizielle "Get HACS"-Add-on, mit dem die Installation komplett ohne Kommandozeile läuft. Wenn du HACS einfach nur schnell auf dein System bekommen willst, nimm diesen Weg. Die aktuelle Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du im HACS-Guide.
Warum dieser Artikel trotzdem existiert? Der Terminal-Weg funktioniert weiterhin und ist für Docker-Installationen ohne Add-on-Store sogar der einzige. Und das SSH-Terminal selbst ist ein Werkzeug, das du früher oder später sowieso brauchst.
Das SSH-Terminal einrichten
Für die Kommandozeile nutze ich das Add-on Advanced SSH & Web Terminal. Du findest es im Add-on-Store über die Suche nach "ssh". Nach der Installation lohnt ein Blick in die Einstellungen, da habe ich ein paar klare Empfehlungen:
- Watchdog an. Stürzt das Add-on ab, wird es automatisch neu gestartet.
- Start beim Booten aus. Ein dauerhaft offener SSH-Zugang kann ein Sicherheitsrisiko sein. Ich starte das Add-on nur, wenn ich es wirklich brauche.
- Gesicherter Modus an. Schaltest du ihn aus, bekommt das Add-on vollen Systemzugriff. Für die HACS-Installation reicht der gesicherte Modus völlig.
Bevor du auf Starten drückst: Im Reiter Konfiguration musst du noch ein Passwort vergeben. Nimm ein richtiges, nicht mein "Test1234" aus dem Video. Der erste Start dauert einen Moment, weil das Add-on seine SSH-Keys generiert. Danach geht es deutlich schneller.
Ein GitHub-Konto brauchst du sowieso
Die Wartezeit kannst du nutzen, um dir ein GitHub-Konto anzulegen, falls du noch keins hast. GitHub ist eine Plattform für Code-Verwaltung, und weil die komplette Codebasis von HACS dort liegt, braucht Home Assistant später eine Verbindung zu deinem Konto. Die Registrierung ist schnell erledigt: E-Mail-Adresse eingeben, der Anmeldeprozess führt dich durch den Rest.
HACS herunterladen und mit GitHub verknüpfen
Jetzt geht es ans Eigentliche. Im gestarteten Terminal fügst du den Installationsbefehl ein, der HACS herunterlädt und entpackt. Den aktuellen Befehl kopierst du dir am besten direkt aus der offiziellen HACS-Dokumentation, dann bist du auf der sicheren Seite. Enter drücken, kurz warten, fertig. Das geht erstaunlich schnell.
Danach startest du Home Assistant einmal neu. Diesen Knopf wirst du beim Einrichten noch häufiger brauchen. Nach dem Neustart gehst du auf Einstellungen, dann Geräte & Dienste, klickst auf "Integration hinzufügen" und suchst nach HACS. Es folgen ein paar Checkboxen, mit denen HACS sicherstellen will, dass du weißt, was du tust. Lies dir das wirklich einmal durch. Der Haken für "experimentelle Features" aus dem Video existiert in aktuellen Versionen übrigens nicht mehr, die Funktionen sind längst Standard.
Zum Schluss kommt die GitHub-Verknüpfung: HACS zeigt dir einen Code an, den du unter dem eingeblendeten Link bei GitHub eingibst. Verbindung bestätigen, zurück zu Home Assistant wechseln, der Integration noch einen Bereich zuordnen. Ich packe solche virtuellen Geräte immer in einen eigenen Bereich. Und damit ist HACS installiert. So schwer war das doch gar nicht, oder?
Der erste Blick in den Store
In HACS findest du zwei Arten von Erweiterungen: Integrationen, die neue Geräte und Dienste anbinden, und Frontend-Erweiterungen, also Karten und optische Elemente für dein Dashboard. Über die Suche stöberst du durch die Repositories, ein Klick auf einen Eintrag zeigt dir die Dokumentation von GitHub, der Download-Button installiert die Erweiterung.
Ein Detail, das viele Klicks spart: Nach der Installation einer Frontend-Erweiterung musst du Home Assistant meistens nicht neu starten. Ein Refresh des Browsers reicht. Bei Integrationen führt am Neustart dagegen kein Weg vorbei.
Es lohnt sich, regelmäßig durch die neuen Repositories zu scrollen. Da kommen nahezu täglich Erweiterungen dazu. Welche bei mir im Dauereinsatz sind, zeige ich dir im Video zu meinen liebsten HACS-Erweiterungen.
Häufige Fragen
Brauche ich für HACS wirklich ein GitHub-Konto?
Ja, ohne geht es nicht. HACS lädt alle Erweiterungen direkt von GitHub und braucht dafür die Autorisierung über deinen Account. Das Konto ist kostenlos und in wenigen Minuten angelegt, du brauchst es nur einmal für die Geräte-Code-Anmeldung bei der Einrichtung.
Geht die HACS-Installation auch ohne Terminal?
Ja, und das ist inzwischen der empfohlene Weg: Das offizielle "Get HACS"-Add-on aus dem Add-on-Store erledigt den Download für dich, ganz ohne Kommandozeile. Die komplette Anleitung dazu steht im HACS-Guide. Der Terminal-Weg bleibt für Docker-Setups relevant.
Ist HACS sicher?
HACS selbst ist ein etabliertes Community-Projekt. Die Erweiterungen darin sind aber ungeprüfte Software von einzelnen Entwicklern, genau davor warnen die Checkboxen bei der Einrichtung. Schau dir vor dem Download an, wie aktiv ein Repository gepflegt wird, und leg regelmäßig Backups an.
Warum taucht HACS nach der Installation nicht auf?
Fast immer fehlt der Neustart von Home Assistant nach dem Download. Erst danach findest du HACS unter Einstellungen, Geräte & Dienste, "Integration hinzufügen". Der Download und das Hinzufügen der Integration sind zwei getrennte Schritte.
