Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) sind für viele Hausbesitzer eine interessante Option, um Stromkosten zu senken und den Eigenverbrauch zu erhöhen. Doch wie sieht die Bilanz nach einem Jahr Betrieb tatsächlich aus? Der Blick auf Produktion, Verbrauch und Einspeisung hilft, die Wirtschaftlichkeit besser einzuschätzen.
Photovoltaik im Alltag: Stromproduktion und Eigenverbrauch
Eine typische PV-Anlage mit einer Spitzenleistung von 5,625 kWp kann im Jahresverlauf mehrere Megawattstunden Strom erzeugen. Im betrachteten Beispiel wurden seit der Inbetriebnahme am 12.12.2023 insgesamt 4,44 Megawattstunden produziert. Die tägliche Produktion schwankt je nach Wetter und Tageszeit, lag an einem Beispieltag bei 19,8 kWh. Die erzeugte Energie wird entweder direkt im Haushalt verbraucht, in einen Batteriespeicher geladen oder ins öffentliche Netz eingespeist.
Der Eigenverbrauch hängt stark von der Speichergröße und dem aktuellen Strombedarf ab. In einem Haushalt, der vollständig mit einer Wärmepumpe für Heizung, Kühlung und Warmwasser arbeitet, ist der Strombedarf entsprechend hoch. Trotz Batteriespeicher kann es vorkommen, dass Strom zugekauft werden muss, insbesondere wenn die Batterie nicht ausreicht oder die Produktion wetterbedingt niedrig ist.
Optimierungspotenzial und technische Herausforderungen
Die Analyse zeigt, dass eine PV-Anlage nicht immer den gesamten Strombedarf decken kann. In dem betrachteten Fall wurden an einem Tag 16,04 kWh verbraucht, davon 3,48 kWh zugekauft und 7,55 kWh ins Netz eingespeist. Die Differenz erklärt sich durch die begrenzte Kapazität des Batteriespeichers. Eine Vergrößerung des Speichers könnte den Eigenverbrauchsanteil erhöhen, setzt aber voraus, dass auch die PV-Anlage entsprechend erweitert wird.
Für die technische Überwachung und Auswertung der PV-Anlage kommt häufig ein Monitoring-System wie das von SolarEdge zum Einsatz. Diese Systeme bieten eine detaillierte Übersicht über Produktion, Verbrauch, Einspeisung und Netzbezug. Die Daten helfen, das eigene Verbrauchsverhalten zu analysieren und die Anlage bei Bedarf zu optimieren.
